Bernhard Käser    Vitas-Stressmanagement   Tel: 089/ 23 23 06 70   bk@vitas-institut.de

Positive Psychologie Übungen

Widerstandsfähige Menschen sehen die positiven Dinge, die ihnen im Leben widerfahren. Sie führen positive Erlebnisse aktiv herbei. Sie werden dabei von positiven Gefühlen unterstützt.

Nicht zu verwechseln mit reinem positiven Denken!! Positive Psychologie arbeitet vor allem mit Ihren persönlichen Stärken.


Positive Gefühle und Emotionen:

– Wir erleben Freude, gar Glück, wenn gerade alles so ist, wie es sein soll, und wenn uns etwas Schönes widerfährt.

– Wir erleben Zufriedenheit und Dankbarkeit, wenn wir merken, dass wir alles haben, was wir brauchen.

– Wir erleben Stolz, wenn wir gerade eine tolle Leistung erbracht haben.

– Wir erleben Interesse und Neugier, wenn wir vor einer Herausforderung oder Situation stehen, die genau unseren Vorstellungen entspricht.

– Wir erleben Liebe, wenn wir anderen Menschen Kraft geben und diese auch wieder zurückbekommen.

– Wir erleben Ansehen und Respekt, wenn andere Menschen gut über uns denken.

– Wir erleben Demut, wenn wir ein realistisches Selbstbild und gleichzeitig einen Blick für das Ganze haben.

– Wir erleben Zuversicht und Gelassenheit, wenn wir der Überzeugung sind, dass sich die Dinge zum Guten wenden werden. Wir glauben daran, dass wir selbst auf unser Leben Einfluss nehmen können.

– Wir erleben Leidenschaft, wenn wir genau das tun, was uns entspricht.

– Wir erleben einen positiven Selbstwert nicht nur dann, wenn wir uns ganz toll finden.


Positive Psychologie Übungen

1. Lernen Sie von Menschen, die sich gut konzentrieren und entspannen können.

2. Was tun, denken, fühlen, glauben diese Menschen?

3. Haben sie es trainiert oder ist die Fähigkeit immer schon da?

4. Können sie es bewusst abrufen?

5. Ergibt es sich unbewusst von selbst?

Erfolgreiche Menschen haben eine gute Verbindung:

♦ zu Personen
♦ zum Leben
♦ zur Arbeit
♦ zu Gefühlen
♦ zu ihren Bedürfnissen

♦ Übernehmen zu 100 % die volle Verantwortung für ihr Leben.

Stehauf-Fähigkeiten:

• Emotionssteuerung
• Impulskontrolle
• Dinge/ Situationen grundlegend betrachten und beobachten
• Realistischer Optimismus
• Selbstwirksamkeits-Überzeugung
• Zielorientierung
• Empathie



Gut ist, wenn wir uns mit unseren Stärken und Schwächen, erst einmal annehmen.

Warum gelingt es vielen Menschen nicht, die positiven Dinge wahrzunehmen? Sind damit nicht auch positive Gefühle verbunden?
Es hat mehrere Gründe. Es geht um Werte, die unsere Gesellschaft und uns als Menschen ausmachen. Wir prahlen nicht. Wir geben mit unseren Erfolgen nicht an. Dies wird uns schon früh beigebracht. Es gibt wahrscheinlich noch einen wichtigeren Grund. Angst, also eine zukünftige Gefahr.

Wenn ich stolz auf das bin, was ich erreicht habe, laufe ich dann nicht Gefahr nachzulassen?
Wenn ich zufrieden bin mit meinem Leben, bleibe ich dann nicht stehen? Wenn ich meine Schwächen als Teil meiner Persönlichkeit anerkenne, mache ich da nicht einen Rückschritt? Ich akzeptiere, dass ich nur ein winzig kleines Rad bin.

Ich höre auf, die Dinge in gut oder schlecht einzuteilen. Ich betrachte die Dinge nüchtern, neutral und wertfrei?
Laufe ich nicht Gefahr gleichgültig zu werden, mich nicht weiterzuentwickeln? Hole ich dann noch genügend aus mir und dem Leben heraus? Gebe ich dann noch das Maximum?

Beispiele

Wie fänden Sie es als Spieler eines Fußball-Bundesliga-Vereins, wenn Sie nicht in der Öffentlichkeit feiern dürften? Warum? Sie haben die Deutsche Meisterschaft gewonnen, aber das Pokalfinale verloren.

Sie haben ein tolles Projekt abgeschlossen. Ihr Vorgesetzter lobt Sie nicht. Er kritisiert nur die kleinen Fehler die Sie gemacht haben. All das Andere, was Sie gut gemacht haben, wird ignoriert. „Nicht geschimpft ist Lob genug.“

Wie finden Sie dies? Ein Schüler hat sich enorm angestrengt und kommt von einer 5 in Mathe auf eine 3. Die Eltern und der Lehrer meinen lediglich, dass da noch deutlich mehr geht.
Ist dies wirklich die ideale Herangehensweise?

Umgang mit dem Nicht-beinflussbaren

Sie haben diese Tipps selbst an Freunde oder Bekannte gegeben, Menschen die in Situationen „hängen“ blieben. Sie haben ihnen vielleicht geraten:

– Eine unglückliche (Arbeits-) Beziehung, zu verlassen. Gerade wenn wirklich alles versucht wurde, um die Beziehung zu verändern. (Sichtweise, Verständnis, Gespräche, Bitten…)
– Erneut ein Gespräch zu suchen.
– Nicht gleichgültig, zynisch werden, sondern gelassen, geduldig und konsequent die richtigen Schritte unternehmen, also aktiv zu werden.
– Versuchen, etwas Positives an einer Situation finden. (z.B. kaputte Rolltreppe – Möglichkeit der Bewegung)
– Sinnhaftigkeit in einer Situation entdecken.
– Neue Ziele setzen und diese verfolgen. Sich damit wieder ein Gefühl von Freiheit und Kontrolle geben.
– Von sich ein wenig weg gehen. Nicht nur auf das eigene Leid zu schauen. Den Blick für andere Menschen wieder schärfen. Gibt es vielleicht Menschen, die unsere Hilfe benötigen könnten? Die in einer deutlich schwierigeren Lage sind als wir selbst?
– Kontakt zu Menschen zu suchen, Freundschaften zu pflegen. Raus aus dem Schneckenhaus.
– akzeptieren, wenn alles andere nur aussichtsloser innerer oder äußerer Kampf bedeutet.
– Konzentration auf das was, ich beeinflussen kann und nicht auf das, was belastet.

Akzeptanz der Situation, Zulassen und Würdigen der damit verbundenen Gefühle. Neue Kräfte sammeln. Wenn die „Lebensgeister“ wieder erwachen, langsam in eine positive Gefühlswelt zurückkehren. Dem Leben neue Sinnhaftigkeit verleihen.

Gott gebe mir die Gelassenheit ,Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut , Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden (Reinhold Niebuhr)

Hygiene

In vielen Lebensbereichen ist Hygiene heute eine Selbstverständlichkeit. Wir achten auf Hygiene beim Essen, im Haushalt, Körperhygiene, Mund und Zahnhygiene.

Mindestens genau so wichtig:
• Informationshygiene
• Gedankenhygiene
• Sprachhygiene

Unser gesamtes Befinden für Körper-Seele-Geist hat seinen Anfang in unseren Gedanken.
Unsere Worte beeinflussen unsere Gedanken und umgekehrt. Vor allem die unbewussten Gedanken bestimmen unsere Gefühle. Die Gefühle steuern maßgeblich die nächsten Gedanken.


Denken — Glauben
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Gefühle — Körper

Glauben

Achten Sie bei Interviews darauf, wir oft die Aussage kommt: Ich glaube. Es geht um Annahmen, Vermutungen, Erwartungen, Vorstellungen, Phantasien, Ideen, Prognosen, Glaubensmuster, Glaubenssätze. Es geht nicht um „echtes“ Wissen.

Informations-Hygiene

Negative Nachrichten aus Zeitungen, Radio, Fernsehen, Internet tropfen nicht an Ihnen ab.

Sie regen sich mehr auf, als Sie ahnen. Dies läuft unbemerkt auf der Körperebene ab. Schlechterer Schlaf, leichtere Verstimmtheit, Unruhe. Ich muss doch informiert sein, ist Ihr berechtigtes Argument. Hand aufs Herz: Bringt uns das Wissen vom letzten Busunglück in Indien weiter? Müssen wir die letzten Details vom Korruptionsskandal mitbekommen? Bedenken Sie: Das Stressgehirn ist sofort eingeschaltet. Das „Wohlfühlgehirn“ hat keine Chance mehr, sich durchzusetzen.

Haben wir Angst nicht mitreden zu können? Haben wir Bedenken, wir gelten als dumm?

Beängstigend sind neuere Untersuchungen wie sich Menschen verhalten, wenn Handy und Computer für 24 Stunden nicht benutzt werden können.

Beruhigung: Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt, wie die Intelligenz. Jeder von uns glaubt, er hat genug davon mitbekommen.

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